
Bayerischer
Forschungsverbund für Nanoelektronik (FORNEL)
Teilprojekt I.4:
Nanoimprint-Lithographie
Die Strukturierung im Sub 100 nm Bereich erfordert neue Verfahren, die
alternativ oder ergänzend zur klassischen optischen Lithographie
eingesetzt werden können. Speziell für Anwendungen aus den Bereichen
Mikro- und Nanosystemtechnik, Speicherzellen und neuartige Materialien
bietet sich die Verwendung einer auf dem kostengünstigen
Imprint-Verfahren basierenden Strukturierungstechnik an. Bei der
Imprint-Lithographie erfolgt die Strukturierung mit Hilfe eines
Stempels, dessen Strukturen unter Druck in eine Polymerschicht
übertragen werden. Mit Hilfe dieses Verfahrens können Strukturen mit
Dimensionen im Bereich kleiner 50 nm erzeugt werden. Während
herkömmliche Imprint-Verfahren in ihrer Mehrzahl auf der Basis der
Thermokompression arbeiten, soll im Rahmen des Teilprojektes als
alternative Methode ein Nanoimprint-Verfahren mit UV Aushärtung
untersucht werden, bei dem belastende Temperaturzyklen vermieden
werden. Prozesszeiten und Volumenfluktuationen des Materials werden
reduziert und vor allem die Positioniergenauigkeit („Overlay“) erhöht,
und damit die Prozessierung im „Step and Repeat“ Modus ermöglicht. Der
angestrebte Lösungsansatz beinhaltet die Herstellung der benötigten UV
transparenten Quarz-Stempel durch optische Lithographie, konventionelle
Ätztechnik und die Anwendung fokussierter Ionenstrahlen. Die
strukturierten Template Prototypen werden für die Herstellung einer
Speichermatrix auf Basis des Imprint-Verfahrens mit UV Aushärtung
verwendet.
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